Puschen für die Tagesmutter

Einmal die Woche verbringt unser kleiner Spatz den Nachmittag bei seiner Tagesmutter. Leider umfasst bei uns im Dorf ja die Ganztagsbetreuung im Kindergarten nur drei Nachmittage bis 17 Uhr – zweimal die Woche ist auch im Ganztagsmodell also der Kindergarten auch schon um 13 Uhr zu Ende. In der Kita waren wir da ja sehr verwöhnt worden: Jeden Tag war sie von Viertel vor 7 bis abends um 18 Uhr geöffnet gewesen, was uns eine sehr große Flexibilität ermöglicht hat. Nein, die vollen Öffnungszeiten haben wir nicht ausgenutzt 😉 Aber auch wenn mal Stau auf der Autobahn war oder eine Sitzung länger gedauert hat als geplant oder auch falls sich ein sehr früher Termin in den Kalender geschmuggelt hatte, wussten wir den kleinen Spatz gut und und liebevoll aufgehoben, was ja vor allem wegen meines langen Fahrtweges von mindestens 45 Minuten pro Strecke und mit entsprechender Staugefhar sehr wichtig ist.

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Durch die kürzeren Öffnungszeiten im Kindergarten wurde die Organisation unseres Alltags also ein wenig stressiger. Umso mehr hatten wir uns gefreut, als wir erfuhren, dass nur ein paar Häuser weiter bei uns in der Straße eine ganz liebe Frau ihre Tagesmutterausbildung schon fast abgeschlossen hatten. Und wir konnten auch gleich einen Betreuungsplatz für unseren kleinen Spatz bei ihr reservieren. 🙂 Es gefällt ihm einfach großartig bei seiner Tagesmutter. Nicht nur, dass sie wundervolle Spiel- und Bastelideen hat und wirklich sehr viel geduldiger ist als ich 😉 , sie hat auch eine kleine Tochter, die auf den Tag genau 10 Monate jünger ist als unser Spatz und die er sofort ins Herz geschlossen hat.  Also wirklich schön! Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn so gut aufgehoben wissen.

Damit der kleine Spatz auch bei seiner Tagesmutter warme Füße hat, habe ich ihm ein paar schlichte Puschen genäht. Einfach nur mit ein wenig Webband verziert – klar, natürlich mit Fahrzeugen drauf 😉

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Das schöne Webband, das ich für die Puschen ganz toll geeignet fand, hatte ich übrigens beim Kreativbloggerwichteln von LunaJu dieses Jahr in meinem Paket 🙂 Das hatte mir schon gleich sehr gut gefallen und dem kleinen Spatz auch. Sohle und der hintere Teil der Puschen sind schlicht orange und bei diesem Paar hatte ich mich dafür entschieden, den Tunnel für den Gummi durch einen Umschlag zu schaffen. Das gefällt mir auch sehr gut. Wie man sieht – dies ist ja erst mein zweites Paar Puschen überhaupt – ist noch immer Luft nach oben, was das Puschennähen angeht. Die Kappe vorne ist beim linken Schuh leider wieder nicht ganz rund sondern so ein bisschen kantig geworden. Insgesamt aber doch schon besser als beim ersten Paar 🙂

Den kleinen Spatz stören die kleinen Ungenauigkeiten nicht. Er zieht seine Puschen zum Glück sehr gerne an. Und ich freue mich auch. Lederpuschen erscheinen mir deutlich besser für die Füße als Hausschuhe mit harten Sohlen, ich glaube das ist doch dichter am Barfußgefühl dran und wahrscheinlich auch sehr viel bequemer, gerade da der kleine Spatz viel am Boden sitzt und spielt. Aber dennoch sind die Puschen wärmer und rutschfester als Socken (Stoppis findet der kleine Spatz übrigens total doof, die zieht er nicht an…) Deshalb bin ich sehr froh, dass sich das Puschennähen weder als so aufwändig noch als so schwierig erwiesen hat, wie ich das ursprünglich dachte. Sonst hätte es wohl kein Extrapaar nur für den einen Nachmittag pro Woche gegeben 😀

Demnächst zeige ich euch auch mal noch das Puschenpaar, dass ich für den Kindergarten genäht habe vor kurzem. Das ist ein bisschen aufwändiger mit einer Applikation. Und als drittes Paar auch schon wieder besser als hier das Paar Nr. 2 – einfach toll, die Fortschritte so zu sehen! 🙂

Schnitt: Puschen von klimperklein in 24/25 | grünes Leder: Ecopell von Kuhhandel | oranges Leder: von Glaeser Textil in Ulm | Webband: aus dem Kreativbloggerwichteln

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8 Kommentare

  1. Das Problem haben wir auch mit den Öffnungszeiten… „Ganztagskindergarten“ als Bezeichnung finde ich „toll“. Bei uns geht der ganze Tag von 7:30 bis 15 uhr… und Freitags nur bis 13 Uhr. Bei meinen 100 km Arbeitsweg geht das leider nur dank Opa und Oma… und der telearbeitsmöglichkeit bei meinem Mann (falls Opa und Oma nicht können) … und ich arbeite nur zwei Tage ganz.
    Liebe Grüße
    Sonnenblume

    • tantejana

      4. Dezember 2016 at 11:42 am

      Bis 15 Uhr ist ja noch weniger ganztags… Und 100km – da sind meine 57km ja ein Klacks dagegen… das Großelternnetz ist da wirklich besonders wichtig.
      Alles Liebe!
      Jana

  2. Schöne Puschen, hier wurden sie nun (leider) im Kiga abgelöst, der sie einfach zu schwer zum Anziehen gehen im Moment. Mal sehen – ich starte auf jeden Fall noch einen Versuch, weil ich die Puschen super finde. LG Ingrid

    • tantejana

      4. Dezember 2016 at 8:38 pm

      Mmh, meiner kriegt das hin – vielleicht mache ich den Gummi aber auch lockerer? Das hat natürlich den Nachteil, dass sie nicht ganz so fest sitzen. Mir macht es auf jeden Fall wirklich Spaß, Puschen zu nähen, das hätte ich gar nicht erwartet. Aber die sind doch relativ schnell gemacht und machen echt was her, finde ich. Vielleicht finde ich bei dir ja demnächst auch mal einen erneuten Versuch 😉
      LG Jana

  3. Deine Puschen sehen sehr hübsch aus. Ich habe für meine Maus auch endlich ein paar Puschen genäht. Aber meine Maschine hatte bei den fast 4 Lagen Leder schon arge Probleme gehabt . Habe mir ein Schnittmuster mit weniger Lagen gesucht. Jetzt klappt es schon besser. Wie klappt das bei dir? Deshalb traue ich mich nicht an eine Appli.
    Unsere Kita hat zum Glück die ganze Woche von 7_17 Uhr geöffnet. Sonst würden wir mit 40 h Arbeitszeit und Anfahrt echt Probleme bekommen.. Ich muss nun auch bald wieder los. Darf gar nicht daran denken. LG Strippe

    • tantejana

      5. Dezember 2016 at 6:31 am

      Guten Morgen! Bei mir geht das mit der Maschine eigentlich ganz gut, zumindest mit Ledernadel. An den kniffligen Stellen arbeite ich auch mit dem Handrad. Das dünnere Ecopell Leder geht außerdem auch besser als das dickere vom Stoffladen. Aber ich glaube, ich habe auch nur 3 Lagen maximal, wenn ich gerade richtig zähle? Sind ja auch nur drei Schnittteile. Mmh…
      😀 Welchen Schnitt nähst du denn?
      LG Jana

      • Habe das Freebook Theo getestet, aber da wird für das Gummi am Fußspitzenteil ein langer Streifen genommen… Also die 4. Schicht. Aktuell nutze ich das Freebook Puschelig da gibt es eine andere Lösung. Das Leder habe ich mir nach deinem letzten Post auch bestellt…. Aber vielleicht sollte ich es mal mit Ledernadeln versuchen.

        • tantejana

          6. Dezember 2016 at 6:38 am

          Die Ledernadeln machen bestimmt einen großen Unterschied nochmal. Die haben wohl vorne eine kleine Schneide, stechen also nicht, sondern schneiden in das Leder. Mit anderen Nadeln finde ich es super mühsam, da klappt gar nichts.
          LG Jana

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