Das ist eine jammerfreie Zone!

Achtung, heute geht es mal nicht um selbstgemachte Kinderkleidung oder andere Nähereien und auch nicht um selbstgemachte Suppe oder gar Rharbarberkuchen. Es geht um selbstgemachte Probleme, die durchs Jammern auch nicht besser werden. Warum? Weil Jammern doof ist und Energie kostet, die viel besser in die Lösungssuche investiert wäre. Und weil mich mein Gejammer gerade deutlich nervt, bin ich froh über den Anstupser, den ich in der [21TCH] – der 21 Tage Challenge – bekommen habe. Ab sofort ist hier mindestens sieben Tage am Stück jammerfreie Zone

In meinem Psychologiestudium habe ich irgendwann mal gelernt, dass sich Menschen – neben vielen anderen Einteilungen – in ihrer Persönlichkeit in zwei Gruppen einteilen lassen: Auf der einen Seite die  Handlungsorientierten, auf der anderen Seite die Lageorientierten. Läuft das Leben einmal nicht so wie geplant, dann ist ein handlungsorientierter Mensch nach dieser Theorie schnell in der Lage, es noch einmal zu probieren bzw. weiterzumachen und seine Ziele zu verfolgen. Am anderen Extrem sind lageorientierte Menschen so gepolt, dass sie intensive Ursachenforschung betreiben, sich ganz auf eigene Fehler und die ganze Situation konzentrieren, die zu einem Misserfolg geführt hat und so schaffen sie es nicht, sich von diesem Misserfolg zu lösen und die nächsten Aufgaben in Angriff zu nehmen. Auch wenn Lageorientierung auch Vorteile hat (z.B. kann man aufmerksamer und frühzeitiger Fehlentwicklungen bemerken), ist bei mir vor allem hängengeblieben, dass ich ein handlungsorientierter Mensch sein möchte. Vieles in der Forschung deutet darauf hin, dass man es einfacher hat, wenn man handlungsorientiert ist, dass man dann erfolgreicher ist – und vielleicht auch glücklicher?

Auf jeden Fall musste ich zur Halbzeit der [21TCH] wieder an dieses alte Wissen aus dem Studium denken. Und das Thema hat leider bei mir gerade hohe Aktualität – gerade erst beim Mittagessen und noch einmal heute Nachmittag bei der Nachbesprechung eines Meetings habe ich meinen Kolleginnen die Ohren vollgejammert, wie schwierig bei mir doch gerade alles ist und wie sehr mich so einige Dinge ankäsen.

Was ist denn überhaupt die [21TCH]?

Über die 21 Tage Challenge von Karin Wess bin ich in einer Werbeanzeige gestolpert, die meine Aufmerksamkeit sehr gut fesseln konnte.  Dahinter verbirgt sich ein dreiwöchiges Onlinetraining für mehr beruflichen Erfolg. Das Ganze richtet sich vor allem an Selbstständige, aber ich habe mich als Angestellte auch ganz gut aufgehoben gefühlt bislang. Bislang ist übrigens gut 😉 Eigentlich sind die drei Wochen schon lange rum. Ich hatte nur nach ganz wenigen Tagen festgestellt, dass ich für mich nicht das Optimale aus den täglichen Übungen herausholen konnte, als mein armer kleiner Spatz krank war und erst recht nicht, als ich mich dann selbst auch angesteckt hatte vor Ostern. Deshalb habe ich die Übungen erst einmal liegen gelassen und arbeite erst jetzt, mit einiger Verspätung, die wirklich tollen Anregungen auf. Und meine heutige Aufgabe ist, mir mal Gedanken über die Unsinnigkeit des Jammerns zu machen und mich auf die 7-Tage-Challenge #jammerfreiezone einzulassen.

#jammerfreiezone

Also, ich nehme mir vor: 7 Tage lang werde ich konsequent NICHT jammern. Klar, ich werde leider jetzt nicht eine Woche lang auf den vielgepriesenen Ponyhof umziehen und auch kein siebentägiges Wunschkonzert für mich veranstalten können. Es werden Dinge schief gehen in den kommenden sieben Tagen und ich werde auf Situationen und Menschen treffen, die mich nerven. Aber statt zu jammern, besteht die Herausforderung darin, Lösungen zu finden und das Positive zu sehen. Wenn ich z.B. im Stau stehe, möchte ich mich nicht darüber beklagen, dass ich täglich pendeln muss, sondern Lösungen finden (wer holt das Kind ab, kann ich Termine umlegen, ggf. telefonisch über die Freispreche im Auto regeln?) und das Positive sehen (die Heizung funktioniert, die Autobahn führt durch eine reizvolle Landschaft und so kann ich noch ein bisschen länger ein Hörbuch oder eine Radiosendung hören).

Quelle: pixabay

Machst du auch mit?

Vielleicht ist das mit der #jammerfreizone ja nicht nur für mich spannend? Falls auch du mal ein paar Tage Urlaub vom manchmal viel zu sehr angewöhnten Jammern brauchen kannst, dann mach doch einfach mit. Und schreib mir gerne einen kleinen Kommentar, damit ich weiß, dass ich nicht alleine bin. Für weniger „mimimi“ und mehr „das klappt schon!“ 🙂

14 Kommentare

  1. Oh toll. Ich drück dir fest die Daumen und bin sicher, dass du das packst. Ich denke sicher demnächst an dich, wenn mich das Jammern erwischt oder ich bei jemand anderem Jammerei miterlebe. Da mache ich gern beim „das klappt schon“ mit. Und wenn du mal „quatschen “ willst, meld dich gern. Dann suchen wir gemeinsam nach dem Fünkchen positivem 🙂 viele liebe Grüße maika

  2. Ich mache ab sofort mit! Ich finde das sehr spannend! LG Ann

  3. Liebe Jana,
    ich versuche es auch! Wenigstens 7 Tage lang, lach …
    Übrigens bin ich überzeugt, dass Du ein selten-und-nur-aus-triftigem-Grund-Jammerer bist. Und manchmal hilft es ja auch wirklich, wenn man/frau liebe, geduldige Zuhörer findet. Also ich hab da welche … 😉
    Sei sehr lieb gegrüßt, Carla.

    • tantejana

      2. Mai 2017 at 8:42 pm

      Liebe Carla,
      auch wenn ich versuche, eher lösungsorientiert zu denken, bin ich leider Jammerweltmeister. In mir drin jammert es oft so viel mehr als ich mich überhaupt traue. Einem anderen Menschen zuzumuten. Aber manchmal hilft es tatsächlich, da hast du recht. Zumindest lerne ich aus dem Rauslassen oft, dass es sich irgendwie gar nich sooooo schlimm anhört 😉
      Aufs immer wieder gerne Zuhören und viel Erfolg!
      Jana

  4. Uff, das wird schwierig. Wenn ich mal den heutigen Tag Revue passieren lasse…. Jammern 1 beim Sport, weil ich immer noch Muskelkater von Sonntag hatte. Jammern 2 weil der Rechner abgestürzt ist. Jammern 3 weil Tochter unbedingt den Turnbeutel weiter nähen wollte und ich ihr dabei helfen musste wozu ich überhaupt keine Lust hatte. Jammern 4 weil es geregnet hat als ich meinen Sohn vom KiGa abgeholt habe… Mhm, ich glaube das wars. Sagen wir mal statt „ich mach mit“ : „ich werde mich bemühen“. 🙂

  5. Ich mache auch mit. Wobei es bei mir momentan wirklich um „Tun statt innerlich jammern“ geht, ich mute meine ständigen lageorientierten Grübeleien schon gar niemandem mehr zu. Die, die 10% davon hören finden schon ich denke zu viel nach. 😛
    Ich kenne aber zwei extrem handlungsorientierte Menschen, die sind vielleicht beruflich erfolgreich, aber privat gehen sie einem sehr auf die Nerven. Also nicht in Extreme verfallen.
    Also gelobe ich mal, 7 Tage Lösungsorientiert zu agieren!

  6. Ich bin dabei, vielleicht geht dann wirklich was voran hier! Liebe Grüße Ingrid

  7. Super, ich mach auch mit! Genau was ich gerade brauche 🙂
    Liebsten Gruß!
    Susanna

    • tantejana

      5. Mai 2017 at 9:49 pm

      Dann viel Erfolg! Ich fang morgen noch einmal neu an, das hat heute nicht geklappt 😀
      Alles Liebe!
      Jana

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