Eisbär Piotr – Häkelversuche

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Erinnert ihr euch noch an den Handarbeitsunterricht, damals in der Grundschule? Ich erinnere mich sehr gut, denn er hat mir vor allem eines vermittelt: Absolute Talentfreiheit! Egal, wie sehr ich mich angestrengt habe, für mehr als eine 3 mit dem Hinweis, dass diese großzügig sei, hat es nie gereicht. Also habe ich mehrere Jahrzehnte lang lieber einen großen Bogen um Strick-, Häkel- und Stick- bzw. Nähnadeln gemacht. So ganz langsam traue ich mich aber ran.  Naja, an das Nähen ja sowieso 😉 Weil man so eine Nähmaschine aber schlecht mal mitnehmen kann, um sich die Zeit zu vertreiben während der Tennisstunden vom Kind oder auf langen Autofahrten u.ä., habe ich in den letzten Monaten doch auch den einen oder anderen Häkelversucht gestartet, Und so zog Piotr der Eisbär bei uns ein 🙂

Die Anleitung für Piotr ist aus dem Buch Edwards freche Tierparade von Kerry Lord. Fotos von den süßen Häkeltieren nach den Anleitungen aus diesem Buch habe ich schon vielfach z.B. bei Instagram gesehen. Und ich finde die einfach klasse mit ihren Schlenkerarmen und -beinen. Angeblich hat die Autorin sich das Häkeln selbst beigebracht, um für ihren kleinen Sohn Edward Kuscheltiere zu häkeln. Ob das stimmt? Keine Ahnung, ich glaube eher, dass sie mit den süßen Tieren die Verkaufszahlen ihrer eigenen Wolle erhöhen möchte 😀

Aber wie auch immer, die Anleitungen sind so herrlich einfach, dass ich tatsächlich ein schnelles Erfolgserlebnis hatte. Piotr habe ich hauptsächlich in unserem Urlaub im Frühjahr gehäkelt. Und auf Zugfahrten. Und abends im Hotelzimmer bei einer Dienstreise. Naja und auch gemütlich Zuhause im Bett, während nebenbei irgendein Film lief. Also genau so, wie ich es mir erhofft hatte. Die Häkelnadel ist deutlich einfacher mitzunehmen als die Nähmaschine 😉 Für unterwegs sehr bewährt hat sich übrigens die wundervolle Susie-Tasche, die ich mal bei Fräulein Garn und Babyzwirn gewonnen hatte. Da passt das Nötigste (also Häkelnadeln und eine Nähnadel, Wolle für das aktuelle Projekt sowie die fertigen Einzelteile) genau rein.

Das Häkelbuch habe ich mit dem Lauser zusammen durchgeblättert und er durfte sich ein Tier wünschen. Ich war ziemlich erleichtert, als er sich dann auch tatsächlich ein Tier aus der einfachsten Schwierigkeitskategorie ausgesucht hat 😀 Gehäkelt habe ich Piotr aus Catania Grande in naturweiß mit einer Häkelnadel in 4,5.  Zwei Knäuel, die ich in unserem Supermarkt gekauft habe, haben gut gereicht. An Zeit stecken in Piotr so schätzungsweise 25-30 Stunden.  Und außerdem mindestens dreimal eine kleine Blase am linken Mittelfinger 😀

Sowohl was die Blasen angeht als auch die Zeit sollte das ja wahrscheinlich mit etwas mehr Übung besser werden. Wobei ich ja nicht schnell irgendwas produzieren möchte, sondern einfach nur meinen Händen was zu tun geben will, damit es mir beim Stillsitzen nicht zu langweilig wird.  Und immer nur am Handy spielen ist ja auch doof 😉 Dem Lauser wäre es aber recht, wenn es doch schneller ginge mit dem Häkeln. Da er sich Piotr ja ausgesucht hatte, konnte er es kaum erwarten, dass ich endlich fertig werde mit seinem Eisbär. Und entsprechend glücklich war er dann auch, als es soweit war 🙂

Hier sieht man auch ganz gut, wie groß der Eisbär geworden ist. Der darf übrigens auch immer mit im Bett schlafen und wird dabei gar nicht so sehr ignoriert, wie der Rest vom Bett-Zoo 😀 Fehlerfrei ist Piotr sicher nicht. Aber mir – und dem Lauser! – gefällt er trotzdem. Und anders als meine Handarbeitslehrerin in der dritten Klasse bin ich auch nicht mehr der Meinung, dass ich lieber die Finger von solchen Projekten lassen sollte 😉


Piotr der Eisbär wird hier verlinkt:

5 Kommentare

  1. Großartig, liebe Jana, Dein Pjotr ist ein super gelungenes Einsteiger-und-Zeitüberbrücker-Bärchen geworden ;o) Häkeln finde ich auch so toll, nur eine Nadel und auch nur eine Masche, die nicht so leicht verloren geht und die Hände sind beschäftigt, Du hast das herrlich beschrieben…
    Der Lauser liebt seinen Pjotr und natürlich Dich, zu Recht :o))
    Liebste Grüße an Dich und die Deinen
    Katrin

    • tantejana

      5. Juli 2019 at 9:33 am

      Vielen Dank, liebe Katrin! Das nächste Häkelprojekt – ein kleines rosa Schweinchen 😉 – ist auch schon in der Mache und da hoffe ich, dass ich heute Nachmittag während 45 Minuten Tennistraining weiterkomme 🙂
      LG Jana

  2. Liebe Jana, der ist doch wirklich toll geworden. So für nebenher und ohne großartiges Maschen zählen finde ich Häklen auch wirklich perfekt. Bei mir entstehen momentan mal wieder Topflappen zum Verschenken.
    Liebe Grüße
    Bettina

    • tantejana

      5. Juli 2019 at 9:36 am

      Haha, das mit „ohne großartiges Maschen zählen“ ist bei mir nicht 😀 Dazu habe ich wohl zu wenig Routine 😉 Aber evtl. finde ich es auch genau deshalb auch ziemlich entspannend, fast ein bisschen wie meditieren, ich muss mich so sehr auf das Häkeln konzentrieren, dass alles andere ausgeblendet wird 🙂
      LG Jana

  3. Liebe Jana,
    ich finde den Eisbär Piotr so niedlich und kann mich noch gut daran erinnern als ich in der Grundschule häkeln gelernt habe. Wir mussten Matrosen häkeln. Meiner sah ganz gelungen aus mit dem gestreiften Seemannspullover. Leider habe ich ihn irgendwann verschenkt. Aber Dankeschön an die Erinnerung. 😉 Du Liebe, ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende und genieße den Sommer.

    Herzliche Grüße
    Annette

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