Lego-Geburtstag: Mitgebseltaschen

Wer Werbung findet, darf sie behalten. Aus redaktionellen Gründen erwähne und verlinke ich Bezugsquellen, Designer und  Orte. Alle Produkte sind selbst bezahlt. Die Firma Lego hat mir weder den Auftrag gegeben noch ist sie in irgendeiner Weise an dem in diesem Beitrag berichteten Lego-Kindergeburtstag beteiligt.

Kürzlich hatte ich ja schon vom Lego-Geburtstag von unserem Lauser berichtet. Fünf Jahre ist der Bub jetzt schon alt und Lego ist momentan sein absolutes Lieblingsspielzeug. Also drehte sich auch am Geburtstag alles darum. Für den Kindergeburtstag hatte ich für jedes Kind auch eine Lego-Tasche genäht. Personalisiert mit Namen in der Legoschrift. Und weil mir die Taschen wirklich gut gefallen, dachte ich, ich zeige sie und den Entstehungsprozess noch einmal im Detail 🙂

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 Das mit den Taschen war, vorsichtig ausgedrückt, etwas mehr Aufwand als ich gedacht hatte 😀 Aber dafür habe ich die Schritte auch mitfotografiert und wer mir bei Instagram folgt, hatte auch Einblicke in den Entstehungsprozess 🙂 Im ersten Schritt musste ich die Namen für jedes Kind in Legoschrift generieren. Das habe ich online mit diesem Legoschrift-Generator gemacht. Wichtig ist, dass man in das Feld nur Großbuchstaben eingibt. Darüber hatte ich ein wenig gerätselt 😉 Kleinbuchstaben funktionieren nämlich leider nicht…

Heraus kommt eine Bilddatei, die ich mir einfach mit der rechten Maustaste kopiert und dann in ein Worddokument eingefügt habe. Da ich geplant hatte, die Taschen so ca. in DIN A4-Größe zu nähen, war das ein guter Anhaltspunkt. Damit alle Schriftzüge gleich groß werden, habe ich in den Formateinstellungen für die Bilder die Höhe eingestellt und damit es mit dem Applizieren problemlos klappt, habe ich die Namen auch gleich gespiegelt. Auch dafür gibt es bei den Bildeinstellungen in Word eine Funktion.

Tja, dann ausdrucken und abpausen auf Vliesofix und das dann aufbügeln auf weißen Jersey. Bis dahin ging alles noch recht flott. Im nächsten Schritt mussten die Buchstaben aber einzeln ausgeschnitten werden, das dauerte dann schon ein wenig länger 😀

 

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Die Mission #kindergeburtstag schreitet auch voran. Ein #legogeburtstag soll es dieses Jahr sein. Die #einladungskarten sind verschickt und in knapp zwei Wochen dürfen wir einen Nachmittag lang sieben wahrscheinlich ziemlich aufgeregte Knirpse mit #legospielen #bespaßen. Die erspielten #mitgebsel sollen in einer #Tasche mit Namen nach Hause genommen werden. Das Internet hat zum Glück sogar die passende Schriftart parat. Und auch ein selbstgemachtes #lego #geburtstagsshirt wird es geben. Zum Glück habe ich das mit dem #ausschneiden jetzt schon geschafft. Nähtechnisch sollte man Kindern wirklich nur KURZE Namen ohne Buchstaben mit Löchern geben… Tim vielleicht. Oder Ute. – #nähen #applizierenistwiezaubernkönnen #mitgebseltasche #legofan #nähsonntag #nähenamwochenende

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Die Löcher in den Buchstaben – O, B, D usw. – haben mich ganz schön Geduld gekostet 😀 Da saß ich dann mit Ausschneiden und Aufbügeln auf schwarzen Jersey einen Abend. Na gut, inkl. der Vorbereitung für das Geburtstagsshirt 😉

Als nächstes musste ich die Buchstaben natürlich auch aufnähen. Dazu habe ich mit weißem Farben in Stichlänge 1,5 im Geradstich appliziert. Da man das nur bei genauem Hinschauen sieht, habe ich hier – anders als ich das bei einer Applikation auf für ein Shirt machen würde – die Nähte mit vor- und zurücknähen gesichert, statt die Fäden auf der Rückseite zu verknoten. So konnte ich direkt zum nächsten Buchstaben wechseln, ohne zwischendurch die Fäden abzuschneiden. Wenn ein Buchstaben ein Loch hatte, habe ich quer über den Buchstaben genäht, um auch um das Loch herum zu nähen. So ging es auch etwas schneller und man sieht es nur, wenn man nah dran ist. Nicht besonders professionell, aber zweckmäßig 😉 Ich habe übrigens die Zeit gestoppt, die ich für jeden Namen benötigt habe. Es waren für das Applizieren zwischen 6 und 14 Minuten.

Auf den schwarzen Jersey habe ich dann wieder Vliesofix aufgebügelt und dann die Namen groß ausgeschnitten. So wie eben auch im Lego-Logo. Im nächsten Schritt kamen die Namen dann auf gelben Jersey und auch hier musste wieder umnäht werden. Das ging deutlich schneller als die einzelnen Buchstaben, das waren nur so etwa 2-5 Minuten je Name.

Damit war der Namenszug schon fast fertig. Auch hinter den gelben Jersey habe ich wieder Vliesofix gebügelt und grob ausgeschnitten. Dabei konnte ich mich dieses Mal sehr gut an dem schwarzen Jersey orientieren. Damit die Namenszüge an die richtige Stelle kam, musste ich als nächstes erst einmal die Taschen zuschneiden. Das habe ich Pi X Daumen gemacht. Den roten Canvas (übrigens von Stick & Style und in einer tollen Qualität, wie ich finde) habe ich in längs in der Mitte gefaltet, er lag dann also ca. 75cm breit. So konnte ich immer zwei Taschenteile auf einmal zuschneiden. In der Breite bekam ich so drei Taschen nebeneinander raus, die Taschenzuschnitte waren also knapp unter 25cm breit. In der Höhe sind sie 32cm – mit zweimaligem Umschlagen des Saums oben und abzüglich der Nahtzugabe unten erschien mir das ein gutes Maß. Auf die Taschenzuschnitte konnte ich dann die Namenszüge applizieren.

Beim Nähen der Taschen habe ich mich an der Technik vom Freebook „Omas Liebling“ von Farbenmix  orientiert. Das hatte ich kürzlich erst in einem Blogbeitrag bei Die kreative Nadel kennengelernt. Die Taschen habe ich zunächst links auf links mit ca. 0,5cm NZ mit einem Geradstich zusammengenäht und dann noch einmal mit einem kleinen Zickzackstich gegen Ausfransen gesichert. Dann habe ich die Taschen auf links gewendet, gut gebügelt und noch einmal mit einem Geradstich in Füßchenbreite genäht. . Dadurch ist auch von innen keine Schnittkante zu sehen. Das finde ich wirklich genial. Davor habe ich natürlich noch schnell jeweils ein Stückchen Legowebband gefaltet dazwischen geschoben, damit es nachher auch auf der rechten Seite zu sehen ist (das wäre bestimmt auch im ersten Schritt gegangen, da hatte ich es aber vergessen 🙂 ).

Theoretisch sollte nach demselben Prinzip auch der Taschenboden genäht werden. Das war mir, da ich nur wenig umnähen wollte, aber dann nach dem ersten Versuch zu fummelig. Hier habe ich einfach die Ecken auf der linken Seite bei 1,5cm mit einem Zickzackstich 4-5 Mal hin- und hergenäht und dann abgeschnitten. Die Oberseite der Taschen haben ich dann zweimal um je 2cm nach unten gefaltet und festgeklammert. Die Taschenhenkel sind aus Gurtband. Das habe ich festgesteckt und jeweils mit einer X-Box an die Innenseite des umgefalteten Rands genäht. Auf ein Säumen der Oberkante habe ich dann verzichtet. Durch die vier Befestigungspunkte der Taschenhenkel war das schon ausreichend fixiert meiner Meinung nach 🙂

So, fertig. Pro Tasche waren das dann schon an die 1,5h, schätze ich. Gerechnet hatte ich mit weniger 😀 Aber dafür habe ich die erste Tasche schon beim Kinderturnen gesehen und auch viel Lob von den Eltern gehört. Und deshalb hat sich das Ganze wohl gelohnt. Falls ihr wissen wollt, was in den Mitgebseltaschen drin war und was die Zwerge tun mussten, um sich ihre Taschen zu verdienen, dann hüpft doch in die Geburtstagsbeschreibung rüber. 🙂

Schönes Wochenende!

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4 Kommentare

  1. Liebe Jana, ich war ja schon bei Deinem Geburtstagsbericht ganz hin und weg von Deinen Mitgebseltaschen! Die heutige Beschreibung macht den Aufwand nochmal richtig sichtbar, unbezahlbar…

    Ein schönes Wochenende für Euch und viel freie Zeit zum Lego-spielen, liebe Grüße, Katrin

    • tantejana

      28. Oktober 2018 at 9:27 am

      Liebe Katrin,
      vielen Dank, die Zeit zum Legospielen haben wir uns auf jeden Fall genommen! Da ich mit meiner Erkältung noch bis Ende der Woche krankgeschrieben war, mich aber zum Glück schon deutlich besser gefühlt hatte, hat sich der Lauser sogar am Freitag freigenommen vom Kindergarten und hat es sehr genossen, einen ganzen Tag die Spielsachen vom Geburtstag ausprobieren und bespielen zu können. 🙂
      Alles Liebe und euch auch ein schönes Wochenende!
      Jana

  2. Wow, das würde Dem kleinen Mann hier auch gefallen, aber ich kann leider nicht so schön applizieren. Liebe Grüße Ingrid

    • tantejana

      28. Oktober 2018 at 9:24 am

      Liebe Ingrid,
      das könntest du sicher auch 😀 Ich habe hier ja ganz ordentlich geschludert… Aber empfehlen würde ich es dir nicht so unbedingt, falls du einen ganzen Satz machen möchtest – der Zeitaufwand ist doch enorm 😉
      LG Jana

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